Jugendkorbinianswallfahrt 2012

Jubiläumswallfahrt von Dom zu Dom

Ihr seid ein Zeichen der Hoffnung!
Kardinal Marx sendet 115 Pilger zur Jubiläumswallfahrt aus

München, 17. November 2012 – In Wanderschuhen, mit Rucksack und sogar mit Pilgerstab kamen 115 Pilger in den Münchner Liebfrauendom, um ihre Jubiläumswallfahrt nach Freising mit einem Gottesdienst zu beginnen. Ausgesandt wurden sie von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, der in seiner Predigt zunächst an die Ursprünge dieser Wallfahrt vor 70 Jahren erinnerte, um dann auf drei wesentliche Punkte einer Pilgerfahrt einzugehen. Er wünschte den jungen Menschen, dass sie mit Freude unterwegs sein mögen, mit der Kraft des Gebets und am Ende des Weges sagen könnten, ja ich glaube.

„Für die ersten Pilger 1942, die mitten im Krieg, loszogen, war es ein Zeichen der Hoffnung, loszugehen in der Überzeugung, dass man auch in solchen Zeiten nicht allein ist und Hoffnung hat“, so Kardinal Marx. „Gut, dass wir nicht in solchen Zeiten leben“. Heute heiße es „pilgern ist in“, das Unterwegssein sei gefragt. Bestes Bild eines Christen von heute sei der Christ als „Pilger“. Menschen möchten nicht stehenbleiben, wollten neues entdecken, dafür stehe pilgern. „Auch euch wünsche ich, dass ihr das erlebt“.

„Drei Punkte sind für das Pilgern besonders wichtig“, sagte Kardinal Marx weiter. Erstens das Gehen - Schritt für Schritt voranzugehen. Übertragen auf das Leben, heiße das, wer stehenbleibt und einen Zaun um sich herumaufbaut, ist nicht wirklich lebendig. Das gelte auch für die Kirche. „Eine Kirche mit Mauern hat keine Zukunft. Es ist gut voranzugehen, dafür ist das Gehen ein Zeichen, auch für Kirche und Gesellschaft".

Zweiter Punkt sei das Gebet. „Jesus sagt: Habt Vertrauen. Gebet bedeutet sein Leben in den Horizont Gottes zu stellen. Wir müssen ihn ansprechen, Kontakt suchen. Das Gebet ist eine große Kraft".

Dritter Punkt sei der Glaube. Es gebe die Frage: Wird Jesus, wenn er wiederkehrt, überhaupt noch Glauben vorfinden. „Es sind viele Aktivitäten, Gebäude, kulturelle Leistungen da, aber wie wird es mit dem Glauben aussehen? Glauben bedeutet sich ganz Christus anzuvertrauen. Glauben bedeutet, dass ich geborgen bin und das können wir feiern“.

„Ich wünsche Euch, dass ihr mit Freude unterwegs seid, ich wünsche Euch die Kraft des Gebets und dass ihr am Ende sagen könnt, ja ich glaube. Dann sehen wir uns morgen früh wieder“, meinte Kardinal Marx abschließend mit Blick auf den Jugendkorbinians-Gottesdienst am Sonntag 18. November 2012 um 8.30 Uhr im Freisinger Dom.