Der Arbeitsmarkt ist Motor unserer Gesellschaft. In der heutigen wirtschaftlichen Situation ergeben sich für viele Jugendliche Fragestellungen wie: Finde ich einen Job?; Kann ich damit meinen Lebensunterhalt sichern?; Darf ich eigentlich „berufswählerisch“ sein? Was ist eigentlich „neue Armut“ und wo beginnt diese?
Jugendliche verbringen immer mehr Zeit mit Schule Ausbildung. Dort jedoch finden sie zum Teil äußerst schwierige Bedingungen vor. Geprägt durch den Lehrermangel, riesengroßen Klassenverbänden, in denen die Individualität jeder/s einzelnen Schülers/in wenig Berücksichtigung findet und unzureichend ausgestatteten Unterrichtsräumen verlassen sie die Schulen um sich auf die wenigen attraktiven Ausbildungsstellen zu bewerben. Eine neue Problematik ergibt [...]
Familie und zwischenmenschliche Beziehungen haben für Jugendliche großen Wert. Es ergeben sich allerdings Fragen nach dem Wandel der Familie in den Rahmenbedingungen der demographischen Entwicklung und wie es gelingen kann in einer leistungsorientierten Gesellschaft genügend Zeit zu finden um für die eigene Familie, Partnerschaft oder Freunde da sein zu können.
Kirche hat – auch vor Ort – aus dem Schöpfungsglauben heraus Vorreiterin zu sein in Anliegen der Weltgemeinschaft (wie z. B. Klimaschutz, Fairer Handel und Ernährungssouveränität).
Kirche hat aus der Nächstenliebe heraus, die Aufgabe Vorreiterin in Chancengleichheit und Solidarität zu sein. Armut, Hungersnot die ungerechte Verteilung von Gütern, auch Ausgrenzung, prekäre Lebenssituationen und Benachteiligung von Kindern, Jugendlichen, Familien und alten Menschen stehen im Interessensfokus der Jugend. Sie leiten daraus die Frage ab: Wie kann Kirche auf die aktuelle Wirtschaftskrise und auf [...]
Für viele Jugendliche ist es selbstverständlich sich ehrenamtlich zu engagieren. Sie leisten zumeist in Vereinen und (Jugend)Verbänden einen erheblichen Anteil an außerschulischer Bildungsarbeit und am Aufbau von Unterstützungsstrukturen in unterschiedlichsten Bereichen. Ehrenamtliches Engagement braucht Wertschätzung und will ernst genommen werden. Für gute Rahmenbedingungen des ehrenamtlichen Engagements sind Formen der Beauftragung weiterzuführen und zu entwickeln.
Kirche lebt vor Ort und nicht in einer großen anonymen Einheit. Jugendarbeit braucht am Ort eine/n Seelsorger/in bzw. eine konkrete Ansprechperson in der Gemeinde, dadurch bekommt Kirche ein menschliches Gesicht und Jugendliche, durch glaubwürdige Menschen, ein Beispiel für „gelebte Katechese. Auch Kirche muss sich im Spannungsfeld zwischen Globalisierung und Beheimatung bewegen lernen.
Gemeinschaft, Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und Solidarität sind die Schlagworte der Jugend wenn sie gefragt werden was ihnen an Kirche besonders wichtig sei. Jugendliche wollen Gemeinschaft erleben, deshalb liegt ihnen das Zusammentreffen in netter Atmosphäre, z. B. bei einem Jugendgottesdienst, und bei gemeinschaftlichen Aktionen in einer Jugendgruppe am Herzen. Sie wollen christliche Solidarität mit alten Menschen, Kranken, [...]
Jugendliche sind in den Veränderungsprozess der Kirche einzubeziehen und zu hören. Nicht nur Priester sind die Macher. Ein Dialog und Austausch mit allen muss dringend entstehen. Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten Kirche aktiv mitgestalten zu dürfen.
Es ist wichtig, dass die verschiedenen Pfarreien in ihren Pfarrverbänden auch wirklich zusammen wachsen und eine Gemeinschaft bilden. Alle Pfarreien werden gleich behandelt. Der Informationsfluss zwischen den Pfarreien und dem Seelsorgeteam läuft reibungslos, so dass keine Pfarrei bevorzugt oder vernachlässigt wird.