Thematischer Zugang

Gedanken zum Motto

Kannst du dich noch erinnern, wann dir das letzte Mal jemand auf die Schulter geklopft hat und dir ein von Herzen kommendes “Guad, dass di gibt” gesagt hat? Wahrscheinlich ist es schon länger her und in unserer leistungsorientierten Gesellschaft auch gar nicht mehr angesagt.
Du bist “Superman/Superwoman” wenn du was geleistet hast und wenn du nichts tust ein/e “Loser/in”. Erfolg macht sexy und mit Verlierer/innen will keiner gesehen werden. Gewinner/innen werden bejubelt – wer war gleich nochmal in der Verlierermannschaft? Schon hart, wie wir miteinander umgehen. Menschen zählen nur, wenn sie obenauf sind, die faire Anerkennung der Leistung der Klassenkamerad/innen, die mit einer 3 ihre Jahresbestleistung gemacht haben, gibt es nicht. Facebook, Twitter und Co., da mußt du am Ball bleiben, wenn du nicht ständig “on” bist, dann existierst du nicht! Ohne iPhone kannst du doch gar nicht leben! Den Druck machen wir uns selber, immer vorne mit dabei zu sein. Beweglich zu bleiben, um jedem Trend hinterher laufen zu können. Ist das immer nötig?

“Guad, dass di gibt” braucht keine Gegenleistung, ist ein Geschenk, ohne Bedingungen. Zugesagt, einfach so, weil ich dich mag. Weil ich dir – einfach so – mal sagen mag, dass du mir wichtig bist. Nur du, nicht deine Playstation, deine tollen Haare, oder deine Kontakte auf Facebook. Nur du hilfst mir über schwere Zeiten, nur bei dir fühle ich mich wohl. Wie ich das ausdrücke, ob das ein “Voll geil”, “Äääändguad” oder “Sauguad, dass di gibt” ist bleibt deinem Einfallsreichtum überlassen.

“Und er sah, dass alles gut war.” Gott mag dich. Erst mit dir ist die Welt komplett, vollkommen. Wenn das nicht runter geht wie Öl! Du bist ein wunderbarer Gedanke Gottes. Durch dich wird Gott Mensch. Jesus hat dich erlöst. Mehr an liebevoller Zuwendung ist wohl für uns Menschen nicht denkbar.
Das Thema der Jugendkorbinianswallfahrt steht für das große DANKE, für Anerkennung und Wertschätzung. Ehrenamtliche Gruppenleiter/innen bewirken jede Woche eine ganze Menge (vom Ernstnehmen bis sozialem Lernen). Schön, wenn das auch ein jemand ins Wort faßt.
Lass dir auf die Schulter klopfen und ein “Guad, dass di gibt” sagen.

Markus Lentner
Referent für Ministrantenarbeit und religiöse Bildung

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