BDKJ-Podiumsdiskussion: Jesus Christus Schritt für Schritt selbst entdecken

Datum: 14.11.2016

Freising, 14. November 2016 – „Jugend und Religion – wie kann ich über meinen Glauben reden?“ überschrieb der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) München seine Podiumsdiskussion im Rahmen der 74. Jugendkorbinianswallfahrt. Im Kardinal-Döpfner-Haus auf dem Freisinger Domberg diskutierten dazu Jugendliche und junge Erwachsene mit Erzbischof Reinhard Kardinal Marx.

„Junge Menschen sollen

ihre eigene Beziehung zu Jesus Christus Schritt für Schritt selbst entdecken können“, erklärte Erzbischof Reinhard Kardinal Marx mit Blick auf den Zugang zum Glauben für heutige Jugendliche. Er warnte vor einer rückwärtsgewandten Betrachtung und einer Perspektive, die allein Zahlen, wie die der Gottesdienstbesucher, im Blick habe. „Heute muss jeder seinen Glauben selbst entwickeln, sich selbst dafür entscheiden“.

Wie in Familien über den Glauben gesprochen wird, prägt die Sprachfähigkeit in dieser Hinsicht. „Wir appellieren an Eltern, mit ihren Kindern über Jesus Christus zu sprechen, damit diese als Jugendliche zur Glaubenskommunikation befähigt sind“, sagte Dr. Stephanie von Luttitz, BDKJ-Diözesanvorsitzende und Kommunikationswissenschaftlerin. Für Bernhard Meuser, Publizist und Geschäftsführer der YOUCAT Foundation, ist es wichtig, dass sich Jugendliche ihren Glauben zusammen mit anderen Jugendlichen selbst erschließen.

Wie wichtig dabei „offene Räume“ und Möglichkeiten sind, um sich dem Glauben anzunähern, betonte Annemarie Eckhardt, Stadt- und Regionalvorstand des BDKJ in der Region München e.V. in ihrem Statement. „Kirche kann auch anders sein, wir können auch anders“, das möchte sie Jugendlichen durch ihr Engagement im Jugendverband zeigen. Massimo Zanoner aus der Diözesanleitung der Katholischen Jungen Gemeinde KjG München und Freising erklärte, dass es für ihn auf das jeweilige Umfeld ankomme, wie er über seinen Glauben sprechen könne. Als „Exot“ betrachtet zu werden oder auf Unverständnis zu stoßen, komme vor.

Dass man durch reine Wissensvermittlung einer „Sprachlosigkeit“ in Bezug auf den Glauben abhelfen könne, bezweifelte Pastoralreferent Konstantin Bischoff. Für ihn geht es viel eher darum, auf den Blickwinkel des anderen einzugehen und sich nicht aufzudrängen. „Welche Frage hast du?“ sei entscheidend und nicht „Das will ich dir sagen!“, so Bischoff.