Motto

Neues Motto 2021 - AUFMACHEN


Jugendkorbinian 2021 – „Aufmachen“

Durch die ganze Bibel ziehen sich Erzählungen von Menschen, die sich auf Gottes Wort hin aufmachen. Sie setzten alles auf eine Karte und vertrauen voll und ganz der Botschaft Gottes.

Abraham macht sich auf die Verheißung Gottes hin auf in ein unbekanntes Land (Gen 12). Ebenso machte Mose sich auf, nach dem Gott seinen Namen, „Ich bin der-ich bin da“(Ex 3,14) ihm geoffenbart hat, das Volk Israel aus der Sklaverei zu befreien (Ex 12 – 15).

Und Jesus selbst war in vielerlei Hinsicht ein Aufmacher. So machte er sich nach seiner Taufe (Mk 1, 9 – 11) auf, lies sein altes Leben und zog in die Welt um die frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden. Er versuchte darüber hinaus aber auch die Gesellschaft zu öffnen, da er oft auf Personen zuging, die im damaligen gesellschaftlichen Leben zu den Randfiguren oder gar zu den Ausgestoßenen gehörten (z.B. Lk 5, 12 – 16). Dabei zeigte er immer wieder auf, dass es zu der Natur des Menschen gehört, Fehler zu machen und dies noch lange kein Grund für Verachtung oder Ausschließung sein darf. Mit dieser Weltanschauung brachte er den Menschen Hoffnung auf ein harmonisches und friedliches Zusammenleben.

Die Auferstehung Jesu von den Toten (Mk 16) stellt den Schlüsselmoment im christlichen Glauben dar und öffnet dadurch allen Gläubigen neue Weg in das Reich Gottes. Anschließend machen auch die Jünger sich gestärkt durch den Heiligen Geist (Apg 2) auf, das Evangelium in die ganze Welt hinauszutragen.

So können wir aus diesen Schriften ganz klar den Auftrag an die Kirche erkennen, sich immer wieder neu „aufzumachen“. Strukturell erleben wir in der Amtskirche auch ein Umdenken und Aufmachen, sei es auf Bistums-Ebene mit verschiedenen Umstrukturierungsplänen oder überregional auf einem Synodalen Weg. Als ein Teil dieser Kirche wollen wir diesen spannenden Weg mutig mitgestalten.

Darüber hinaus ist es für uns gerade jetzt während dieser weltweiten Pandemie, die so vielen sehr viel abverlangt, ein wichtiges Anliegen, die Kirche durch digitale Formate und angemessene Angebote auch weiterhin aufzumachen. Nur so können wir in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein, uns unterstützen und gemeinsam einen sinnvollen Weg aus der Pandemie suchen. 

Ebenso eröffnet der christliche Glaube uns neue Wege, die sich uns aufmachen können. Wir können uns in den kirchlichen Verbänden zusammenschließen und uns engagieren. Wir können im FSJ Neues ausprobieren. Wir können für unsere Themen einstehen und diese auch an unsere Mitmenschen weitergeben. Wir wollen die Kirche mitgestalten und dadurch öffnen, dass ungeachtet der sexuellen Orientierung, eigenen Identität oder der Hautfarbe Platz für Alle in ihr ist.

In dieser Bandbreite an Themen wollen wir unser diesjähriges Motto „Aufmachen“ platzieren und euch in den Jugendverbänden herausfordern sich gemeinsam auf den Weg zu machen, sei es für eine offenere Gesellschaft, einen sinnvollen Weg aus der Pandemie oder jetzt Gemeinschaft erfahrbar zu machen. Seid ihr dabei?

Aktuelles